Gartenplanung, Gartengestaltung, Gartenpflege Burgenland

Der Garten mit vielen Kanten

Der Garten mit vielen Kanten

Auftraggeber: Fr. W., Umsetzung: 2010, 2012, 2014 und 2017

Eines unser längsten, aber sicher auch spannendsten Projekte ist “Der Garten mit vielen Kanten”.
Ein typisch burgenländischer Streckhof, ewig langgezogen und kaum ein rechter Winkel. Das schöne war diesen Garten mit den Jahren entstehen zu sehen und mit den ständigen Überraschungen umzugehen.

Einerseits manch Situationen nicht immer leicht zu lösen, andererseits fanden wir unglaublich viele Sandsteinfelsen, die alle eine Wiederverwendung fanden. Des Weiteren ist die Bauherrin eine ausgebildete Biologin und war immer für eine Idee zu begeistern.

In der ersten Bauphase lösten wir das Problem mit dem Höhenunterschied zum angrenzenden Nachbargrundstück durch die Errichtung eines Hochbeetes aus den vorhandenen Sandsteinen.
Weiteres wurde ein Metallzaun von der Firma Metalldesign Pock angefertigt, der “Zeus” den Hund der Auftraggeberin erfolgreich daran hindert auf Expedition zu gehen.
Auch ein Kompost wurde in dieser Umsetzungsphase errichtet. Hierfür verwendeten wir Krustenplatten aus dem nahe gelegenen Steinbruch St. Margarethen.

In der zweiten Bauphase beschlossen wir uns auf den restlichen hinteren Gartenbereich zu konzentrieren, damit die Aufwände überschaubar bleiben. Leider stellte sich zwischen den beiden Bauphasen heraus, dass das bestehende Gartenhaus für eine Renovierung zu desolat war und somit ein neues errichtet wurde. Außerdem musste der bestehende Nussbaum, auf Grund seines schlechten Gesundheitszustandes, gerodet werden.

Natürlich wurde auch in dieser Bauphase sehr viel vom vorhandenen Sandstein wiederverwendet und damit verschiedenste Biotope errichtet.
Wir legten einen großzügigen Gartenteich an, der mit den unterschiedlichsten Wasserpflanzen ausgestaltet wurde. Um Frauchen und “Zeusl” eine bequeme Zugangsmöglichkeit in den Teich zu arrangieren, haben wir einen Stufeneinstieg in diesen errichtet.
Weiters sind ausgedehnte Trockenrasenflächen mit vielen heimischen Vertretern sowie einschürige Blumenwiesen angelegt worden, um unserer heimischen Fauna viel Lebensraum und Nahrungsangebot zu bieten. Auch ein Gemüsebeet wurde geschaffen.

In der dritten Bauphase war nun die Einfahrt, mit der dazugehörigen Infrastruktur rund um das Wohngebäude an der Reihe. Hierbei war viel vorgegeben und es sollte unbedingt die Zufahrt in den hinteren Gartenbereich gewährleistet bleiben.
Viele der bestehenden Baumängel sowie der umständliche Hauszugang konnten im Zuge der Neugestaltung aufgelöst werden und Sandstein war natürlich das maßgeblich verwendete Material.
Um in der Zukunft die Natursteinpflasterflächen von Streusalz zu verschonen und Eisbildung sowie Schneeräumung in den Wintermonaten vorzubeugen, wurde der Zugangsweg vom Parkplatz bis zur Eingangstür mit einer elektrischen Bodenheizung ausgestattet.

In der vierten und letzten Bauphase integrierten wir noch in das bestehende Trockenstaudenbeet ein Schildkrötengehege. Von Trocken- bis Feuchtstandorte, von heimischen Wildstauden bis Zierpflanzen bietet dieser Garten alles und gedankt wird es mit Wohlfühlfaktor für Tier und Mensch!

Bildergalerie

Ein Mausklick vergrößert die Darstellung.