Gartenplanung, Gartengestaltung, Gartenpflege Burgenland

‚stars and stripes‘ – der Garten ohne Bewässerung

‚stars and stripes‘ – der Garten ohne Bewässerung

Auftraggeber: Fr. W., Herbst 2015

Ein Grundstück, eingebettet am Hang des Leitha Gebirges mit Blick ins Wulkatal/Burgenland und den umliegenden Weinbergen. Dieser Standort ist relativ schwierig, da dezidiert keine Bewässerungsanlage gewünscht war und sämtliche Oberflächenwässer Richtung Grundstücksgrenze abfließen werden. Weiteres ist dieser Hang Richtung Süden ausgerichtet und extrem Windexponiert. Das Burgenland zeichnet sich durch das Pannonische Klima aus, d.h. wenig Niederschlag (ca. 500mm/Jahr), ständigem Wind und sehr heißem Sommern.

Mein planerischer Zugang war die landschaftliche Umgebung mit gewissen Elementen in den Garten einzubinden, jedoch den Kontext zum Wohnhaus nicht außer Acht zulassen.
Und den Kundenwunsch zu erfüllen, ökologisch wertvolle Pflanzen für Schmetterlinge und Bienen zu verwenden. Die weiteres noch so gut als möglich ohne zusätzliches Gießen ihr Auskommen finden sollen. Denn die Bauherrin wünscht so wenig Wasser wie möglich für den Garten zu verbrauchen! Auch wenn es bedeutet dass der Rasen im Sommer braun ist und nicht dem Ideal vom englischen Rasen entspricht.

Um das besondere Flair der Weinberge zu unterstreichen, platzierte ich italienische Zypressen in der Blickachse zu diesen.
Diese Kombination aus Wein, Zypressen und duftende Provence-Kräutern bringen einen Hauch Toskana in den Garten.
Da diese Charakteristik der Weinberge typisch für die Landschaft im Burgenland ist, war es mir ein großes Anliegen diese in Form von Gräser Hecken, im Garten aufzugreifen.
Also quasi die Verlängerung der Landschaft, die durch ihre Bewegungen im Wind für eine Leichtigkeit am Grundstück sorgen.
Hierbei bediente ich mich an den verschiedensten ‚warm- u. coldseason‘ Gräsern.
Um die Blühdauer der einzelnen Streifen so weit als möglich über das Jahr zu verteilen.
Diese verkörpern unsere stripes und als stars stehen die unzähligen Blüten die das ganze Jahr wie Sterne funkeln.

Um den Wind seitwärts etwas zu dämpfen, wurden Himalaya Birken in einer Reihe gepflanzt und zur naheliegenden Bundesstraße eine Eiben Hecke gepflanzt. Diese sorgt für etwas Privatsphäre und unterdrückt den Lärm der Straße.

Um die Relikte der bestehenden Betonflächen im vorderen Bereich belassen zu können, bekamen diese die Funktion von verschiedenen Sitzplätzen bzw. Liegeterassen und wurden mit Kiesflächen überdeckt.
Diese haben den Vorteil auch an sehr windigen Tagen ein warmes Plätzchen im Garten zu finden. Und um die vorgegeben Form des Betons zu verändern, setzten wir bodendeckende Pflanzen wie Nepeta in Sorten, Hieracium oder auch Thymus die nach und nach die Fläche seitlich etwas erobern sollen.

Auch wenn der Anblick des braunen Rasens gewöhnungsbedürftig erscheint, die Kundin ist zufrieden und von der Artenvielfalt an Schmetterlingen und Bienen begeistert.

Bildergalerie

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